Trieste und zurück zum Gardasee

Nach Trieste

Nach einer ruhigen Nacht am Straßenrand in Bibione herrscht am Strand rege Geschäftigkeit: Familien schleppen Zelte, Tische, Stühle und Grill für ganze Kompanien. Alles wird in Strandnähe aufgebaut. Wir haben den Eindruck, dass teilweise die besten Plätze schon nachts mit Zelten besetzt wurden. Es ist Feiertag in Italien: es wird “der Tag der Befreiung” gefeiert.

Wir machen uns frühzeitig auf den Weg, denn heute wollen wir endlich die Grenze nach Kroatien überschreiten. Ein Stopp ist in Triest geplant um einen Blick auf das Schloss Miramare zu werfen. Kurz vor Triest erreicht uns ein Anruf mit der Nachricht: mein Vater sei mit Verdacht auf Schlaganfall in das Krankenhaus eingeliefert worden. Nachdem der erste Schock vorbei ist, beschließen wir, die letzten Kilometer bis Triest zu fahren und dann umzudrehen.  Mein Bruder kümmert sich erst einmal um unseren Vater, aber wir möchten auch in der Lage sein, innerhalb von ein paar Stunden im Krankenhaus zu sein.

Aufgrund des Feiertages ist es fast unmöglich bis zum “Miramare” vorzudringen, zu viele Autos und zu viele Leute. Also können wir nur aus der Ferne einen Blick darauf werfen, bevor wir über die Autobahn bis zum Gardasee fahren.

Gardasee

Am nördlichen Ende des Gardasees, bei Mori, verlassen wir die Autobahn. Uns entgegen quält sich eine endlose Autoschlange von Ausflüglern, die den Feiertag am See verbracht haben. Wieder einmal Glück gehabt: wir sind mal wieder anti-zyklisch unterwegs. Auf dem “Camping MaroadiTipp finden wir einen tollen Platz, direkt an der Hecke zum Strand mit Blick vom Bett auf den See. Genau das Richtige, um uns die nächsten 3 Tage von dem Schreck der letzten Stunden zu erholen.

Vom Campingplatz läuft man in ca. 20 Minuten nach “Riva del Garda“, der Perle des Gardasees. Der Weg führt direkt am See entlang und durch die ausgedehnten und schönen Parkanlagen von Riva del Garda.

Heute ist Riva del Garda ein gefragter Kurort, wobei die Stadt diesen Status bereits seit dem 19. Jahrhundert innehat. Die Einwohner sind überaus gastfreundlich und vermitteln ein mediterranes Lebensgefühl. Die Tiroler Gründlichkeit und italienische Leichtigkeit sorgen für einen harmonischen Mix und eine tolle Atmosphäre in der Stadt. Diese kann man ideal dazu nutzen, um die Sehenswürdigkeiten von Riva del Garda näher kennenzulernen. Hervorzuheben sind hierbei die lebendige Uferpromenade mit ihren vielen Geschäften, Restaurants und Cafés sowie die prachtvoll erscheinende Stadtburg Rocca di Riva. Auch der Bahnhof, der bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts als Endstation der Lokalbahnverbindung von Mori über Arco bis nach Riva diente und heute ein Restaurant beheimatet, gilt aufgrund seiner architektonischen Vielfalt als sehr sehenswert. Das gilt auch für die Kirche Chiesa dell’Inviolatam, die man im Rahmen eines Aufenthalts in der Stadt unbedingt besichtigen sollte. Das im Barockstil gehaltene Gotteshaus wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut und ist heute ein beliebter Wallfahrtsort. In der Nähe der Stadt trifft man weitere Sehenswürdigkeiten und attraktive Ausflugsziele an. Hierzu zählen u. a. der Naturpark Dell’atto Garda und der Monte Baldo. Zitat

In “Riva del Garda” sollte man sich in die Gassen trauen, die vom See wegführen. Vor allem auf der Suche nach Eis oder einem guten Essen lohnt sich ein Blick in die 2. oder 3. Reihe. Riva ist der Ort der Plätze. An vielen Stellen führen die Gassen auf großzügige Plätze, auf denen man Ruhe oder auch Cafes und Restaurants findet.

Vom Zeltplatz aus ist es auch ein schöner Spaziergang in das alte Stadtzentrum von Torbole und der Uferpromenade. Auf dem Zeltplatz “Camping Maroadi” muss man für Womo und 2 Personen mit 30€ rechnen. Die Sanitäreinrichtungen sind gut, sauber und neu. Die Ver- und Entsorgung für Wohnmobile ist nur bedingt nutzbar, der Platz ist mit Müllcontainern vollgestellt; Frischwasser haben wir dort nicht getankt. Restaurant und Shop am Platz sind durchschnittlich. In der Nachbarschaft gibt es Plätze, die günstiger sind. Für uns war es gut und wir haben uns dort wohl gefühlt.

Route

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One Reply to “Trieste und zurück zum Gardasee”

  1. Mirjam Gnilka

    Hallo ihr Lieben.
    Wieder mal sehr schöne Bilder und interessanter Reisebericht. Wir waren im letzten September am Gardasee, in Sirmione, und haben es sehr genossen. All das gute italienische Essen, die Gelatis, und der Vino bianco…. einfach
    wunderbar.
    Wir hoffen, dass dein Vater sich wieder voll erholt. Gute Besserung
    liebe Grüsse Mirjam und Jürgen

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