Norddeutschland Teil 2: Altes Land, Sankt Peter-Ording

16. Juni 2016: durch das “Alte Land” bis Brokdorf

Nach einem weiteren, ausgiebigen Frühstück bei Angelika und Dieter füllen wir Frischwasser nach und fahren zunächst auf die Autobahn, um Bremen möglichst schnell zu umfahren. Da die Autobahn Richtung Cuxhaven verstopft ist, geht es zunächst Richtung Hamburg und in Sittensen von der Autobahn runter ins “Alte Land”. Schmale Straßen schlängeln sich durch die schönen Dörfer, die sich entlang der Lühe aufreihen.

Beschreibung von Stade Tourismus:

Der Obstgarten Altes Land
Bekannt ist das Obstparadies der Nation für das rosa-weiße Blütenmeer im Frühjahr. Und in der Tat ist es jedes Jahr wieder eine Augenweide, wenn sich nacheinander die Knospen der Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen und schließlich der Äpfel auf über 170 Quadratkilometer entfalten.
Alte Reet gedeckte und aufwändig restaurierte Fachwerkhäuser geben hier den Ton an. Und nicht nur zur Erntezeit sind die Straßen gesäumt von liebevoll dekorierten Ständen mit den süßen Früchten dieses Landstriches.

Außerdem laden Obsthöfe zu Besichtigungen ein, angegliederte Hofläden und Cafés zeigen mit großem Einfallsreichtum, welche mannigfachen Verwendungsmöglichkeiten die hiesige Fruchtausbeute zulässt.

Unser Ziel ist die Fähre in Wischhafen. Der Verkehrsrundfunk im NDR meldet Wartezeiten von über einer Stunde. Unterwegs zeigt ein Schild in Richtung “Fähranleger Lühe”, wir biegen ab um zu sehen, ob wir auch hier die Elbe überqueren können. Leider handelt es sich bei der Fähre Lühe nur um eine Personenfähre. Der Platz ist aber schön, im hinteren Bereich des Parkplatzes gibt es für Wohnmobile einen Stellplatz. Von hier aus lassen sich bequem die Containerriesen auf der Elbe beobachten.

In Wischhafen ist keine Warteschlange zu sehen, der Fähranleger ist leer. Wir können gerade noch als letztes Fahrzeug auf die Fähre fahren und schon geht es los. Auf der anderen Seite angekommen finden wir an einem Dorfteich, direkt hinter dem Elbdeich einen schönen Übernachtungsplatz. Ganz alleine und ruhig verbringen wir hier die Nacht.

17. Juni 2016: Sankt Peter-Ording

Am nächsten Morgen regnet es in Strömen. Die Entsorgung findet in Rekordzeit am offiziellen Stellplatz in Brokdorf statt. Der Weg nach Sankt-Peter Ording geht über die Eider am dortigen Sperrwerk vorbei. In vielen Dörfern sind die Stromkästen ganz toll mit Spraykunst verziert (von sprayjosef.com).

In Sankt Peter Dorf liegt der Campingpark Olsdorf, der sich auf Wohnmobile spezialisiert hat. Auch wieder Glück, wir ergattern einen der letzten Plätze, ganz ruhig am Ende des Geländes gelegen.

Zitat: Nordsee-Tourismus-Service GmbH

Häuser auf Pfählen, kilometerweiter Strand, einzigartige Dünenlandschaften, sausende Strandsegler – das ist ein Bild, das man von dem größten Ort der Halbinsel Eiderstedt an der Nordseeküste im Kopf hat. Geprägt wurde es auch durch zahlreiche Vorabendserien und Spielfilme im Fernsehen. Die unglaubliche Naturkulisse inspirierte unzählige Künstler, Geschichtenerzähler und natürlich auch Urlauber. Schon von weitem sind die traditionellen Pfahlbauten zu sehen.

Es ist wieder sommerlich warm geworden, deshalb wollen wir uns das Städtchen ansehen und später im Iwan das Abendessen machen. Der Spaziergang nimmt aber kein Ende. Durch Sankt Peter-Ording die Badeallee entlang, treffen wir irgendwann auf den Deich und laufen diesen  Richtung Norden weiter.

Plötzlich erscheint in der Ferne Gosch, die richtige Einstimmung auf Sylt mit Wein und Fischbrötchen. Die Zeit in der Sonne, mit trinken und essen, vergeht schnell. Heike erzähle ich vom Strandparkplatz, den sie dann gerne anschauen möchte.  Da jetzt keiner mehr Lust auf große “Kochaktionen” hat, beschließen wir in der Silbermöve zu essen. Vor allem gibt es dort Labskaus und: Nordseeküste ohne mindestens einmal Labskaus zu essen,das geht gar nicht.

18. Juni 2016: Sankt Peter-Ording

Am nächsten Morgen geht es -für unsere Verhältnisse- ganz früh und ohne Frühstück los. Wir wollen auf dem Strandparkplatz den ganzen Tag verbringen. Trotz Wochenende sind nur wenige Fahrzeuge am Strand, im Lauf des Tages werden es aber immer mehr. Der Wind bläst so stark vom Meer aufs Land, dass man sich nur im Windschatten aufhalten kann. Nach dem Frühstück holen wir die Stühle raus und machen es uns im Schutz von Iwan bequem. Beim Strandspaziergang ist zu sehen, dass die Nordsee hoch aufgelaufen ist. Die Silbermöve und das aufgestelzte Toilettenhaus sind nicht mehr trockenen Fusses zu erreichen.

 

Am späten Nachmittag geht es  (schweren Herzens) auf den Weg nach Römö, um am nächsten Morgen die Fähre nach Sylt zu nehmen.

Die Route

< Teil 1:Sauerland bis Bremen | Teil 3: Sylt >

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