Cave di Carrara

Beim Frühstück können wir die Eidechsen wieder beim Werben und bei der Paarung beobachten, ein letztes Mal. Lange genug hinausgezögert, nähert sich der Tag der Abreise. Noch 3 Tage, 2 Übernachtungen und 800 km, dann müssen wir wieder zu Hause sein. Schweren Herzens nehmen wir Abschied vom schönen Punta Ala Camping Resort.  Um schnell voranzukommen, darf Iwan heute zügig über die S1 und die Autobahn bis Carrara fahren. Wir wollen uns dort die Mamorbrüche mit dem schneeweißen Gestein ansehen.

Eine alte Legende erzählt vom Liebeskummer eines Hirtenmädchens, von dem die Sterne am Firmament so ergriffen waren, dass sie eine ganze Nacht lang darüber weinten. Glühende Steintränen regneten vom Himmel, und als sie die Erde berührten, erstarrten sie zu weißem Marmor, zu einem wilden, in den Himmel ragenden Gebirge: den Apuanischen Alpen.

Von Carrara fahren wir über Miseglia in das Tal von Collonata. Nach einem Anstieg auf 600 m über einige Kurven stehen wir in einem engen Tal, umgeben von Steinbrüchen, die sich noch weitere 600 m die steilen Berge hinaufziehen. Ein aussergewöhnliches, atemberaubendes Panorama! Enorme und blendend weiße Halden aus Marmorsplittern zeigen was Heerscharen von Menschen seit 2000 Jahren aus den Bergen herausgebrochen haben. Man kann nur erahnen, welch ungeheure Steinmassen hier schon bewegt wurden. Noch heute schneiden die Arbeiter jährlich eine halbe Million Tonnen Marmor aus den Bergen und es ist immer noch viel Mamor da, unvorstellbar!!!

Kurz vor Collonata liegt oben am Berg eine Touristeninformation und ein Steinbruchmuseum. Es führt eine Schotterstraße (mit vielen tiefen Auswaschungen) hinauf und oben befindet sich ein riesiger Parkplatz mit einer tollen Panoramasicht in die Steinbrüche. Das ist unser Übernachtungsplatz. Strahlt die Abendsonne den gegenüberliegenden Mamorbruch an, dann erscheint ganz oben ein Bildnis des “Davids” von Michelangelo. Nachts ist es total ruhig und man steht ungestört zwischen den angeleuchteten Steinbrüchen, allerdings “erwachen” die Steinbrüche relativ früh (so gegen 6 Uhr) und stören eventuell die Nachtruhe.

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