Alltagsmenschen, Sonnenuntergang und Unwetter

Sonniges Wetter lädt zu einem Ausflug nach Sylt ein. Nach einem Strandspaziergang von Westerland nach Wennigstedt machen wir die Bekanntschaft von “Alltagsmenschen”, die an der Promenade und im ganzen Dorf verteilt zu finden sind. Von Sylt zurück geht es weiter an einen schönen Übernachtungsplatz an der Nordsee. In der Nähe der Hamburger Hallig liegt hinterm Deich ein Campingplatz, der mit einem grandiosen Sonnenuntergang aufwartet. Über Husum geht die Reise nach Osten zum Plöner See.

13. Juni 2019: Ausflug nach Sylt

Morgens scheint die Sonne, der Wetterbericht verspricht einen wolkenlosen, sommerlichen Tag. So früh wie möglich lassen wir Iwan auf dem Parkplatz in Niebüll zurück, laufen zum Bahnhof und nehmen den Zug nach Westerland. Dort angekommen gehen wir direkt zum Strand. Müssen die 4 € Kurtaxe pro Person bezahlen und können dann am Strand entlang nach Wenningstedt laufen. In Wenningstedt gibt es bis zum Herbst an der Strandpromenade und am Dorfteich Installationen von “Alltagsmenschen” der Künstlerin Christl Lechner zu sehen:

Es handelt sich dabei um liebenswerte Figuren, denen man täglich begegnen könnte, die allerdings selten gängigen Modetrends oder Schönheitsidealen hinterherlaufen. Figuren in alltäglichen Situationen, eben Alltagsmenschen. Modelmaße und faltenfreie Gesichter haben die wenigsten der Alltagsmenschen. Damit tritt Christel Lechner ganz bewusst dem weit verbreiteten Schönheitswahn entgegen: „Gesichter, die eine Geschichte zu erzählen haben, sind viel spannender als ein perfekter Teint und eine makellose Haut“. (Zitat: wenningstedt.de)

Wir ergattern dann noch einen Strandkorb an der Promenade und verbringen dort die Zeit bis zum Nachmittag: bei Sonne, Fischbrötchen von Gosch und Wein. Derart gestärkt und ausgeruht kann der Rückweg am Strand angetreten werden. In der Einkaufsstraße von Westerland kann man natürlich nicht einfach am Eisstand von Leysieffer vorbeigehen. Dafür sind das Eis und die selbst gemachten Waffeln einfach zu gut, wenn auch ziemlich teuer.

In Niebüll zurück machen wir uns auf die Suche nach einer idyllischen Übernachtungsgelegenheit an der Nordsee. Der Wohnmobilplatz in Reußenköge am Amsinck Haus ist genau das Richtige. Hier gibt es außer Windrädern, Schafen, nordfriesischer Natur, Meer und totaler Ruhe nichts mehr. Von dort sind es 4 Kilometer zur Hamburger Hallig, die man entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen kann. Als wir ankommen, können wir noch den Sonnenuntergang sehen, der die Windräder in ein mystisches Rot taucht.

Der Stellplatz am Amsinck bietet eigentlich alles für Camper: Toilette, Dusche, Waschmaschine, Frischwasser und Abwasser. Aber Toilettenentsorgung ist nicht gestattet! Das alles für 7 €, Strom kostet 2€ pro Tag.

14. Juni Husum und durchs Unwetter an den Plöner See

Heute geht es auf unserem Zick-Zack Kurs durch Schleswig-Holstein wieder Richtung Ostsee. Erst südwärts nach Husum, das wir für einen Kurzbesuch ansteuern. Am Bahnhof finden wir einen Parkplatz, ganz in der Nähe der Altstadt und des Binnenhafens. Unserer Rundtour führt am Theodor Storm Haus vorbei zum Binnenhafen. Von dort zum Markt, durch den idylischen Schlossgang zum Schloss. Es ist sehr heiß und wir sind froh, eine Weile unter den Bäumen im Schlossgarten sitzen zu können.

Über Rendsburg fahren wir weiter über kleine Straßen und schöne Alleen Richtung Osten. Unterwegs überrascht uns ein ziemliches Unwetter.  Im Starkregen war die Straße kaum noch zu erkennen und ein Sturm fegte die Äste von den Bäumen und wir hatten schon Bedenken, dass es Iwan umweht. Auf einem großen Parkplatz einer Spedition halten wir an, um das Unwetter verbeiziehen zu lassen. Als die Sonne sich wieder zeigte fuhren wir weiter: vorbei an der Weitewelt, von dort sind es nur 4 km nach Berlin ;-). Da es so heiß ist und die nächsten Tage auch so bleiben soll, wollen wir nach Bosau auf einen schattigen Parkplatz direkt am Plöner See. Durch die Unwetter besteht der Platz fast nur aus einer einzelnen Pfütze, also nicht so ideal. Aber ein Stück weiter ist der Campingplatz “Camping BosauTipp, auf dem wir dann 3 Nächte bleiben. Die Parzellen auf dem Platz sind sehr groß, ca. 80 qm und das Sanitärgebäude ist sensationell gut und großzügig. Neben dem Campingplatz ist die Badestelle der Gemeinde Bosau, eine der schönsten am Plöner See.

Nach unserer Ankunft setzen wir uns in das Strandbistro mit Blick auf den See. Natürlich mit Fischbrötchen und Wein.

Route

 

Reiseberichte über die nächsten Tage

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