Braunschweig, Steinhude und Hannover

Durch den Harz führt dieser Tourabschnitt bis nach Braunschweig. Dort treffen wir Keith, der uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigt. Kurz werfen wir noch einen Blick auf das Steinhuder Meer, bevor es weiter nach Hannover geht. So weit im Norden gibt es auch zum ersten Mal Fischbrötchen.

02. Juni 2019: Durch den Harz nach Braunschweig

Ein heißer Tag beginnt: es sollen über 30 Grad werden! Gerade heute ist unser Ziel die Innenstadt von Braunschweig. Parken und übernachten in der Stadt, hoffentlich nicht in der prallen Sonne. Vor der Abfahrt suche ich auf Satellitenbildern ein paar schattige Plätze, möglichst in der Nähe von Keiths Wohnung, den wir heute besuchen.

Bei der Fahrt durch die Höhenlagen des Harzes sehen wir die dramatischen Folgen des extremen Sommers 2018 und dem darauf folgenden Befall durch die Borkenkäfer. Auf riesigen Flächen stehen nur noch Baumgerippe. Allerdings zeigt sich unter dem Totholz nach einem Jahr schon grüner Bewuchs und die ersten Bäumchen sind bereits wieder gewachsen. Der Wald stirbt nicht, er verändert sich!

Wer aufmerksam durch die Lande fährt, sieht an vielen Stellen kreative und oft auch schöne Straßenkunst: bemalte Brückenpfeiler oder bunte Stromkästen.

Am Nachmittag, zur größten Hitze, erreichen wir Braunschweig und steuern die Paulikirche an. Hoffentlich gibt es da ausreichend Schatten und einen freien Parkplatz. Wir biegen in die Straße ein uns siehe da: große Bäume auf beiden Seiten und ein freier Parkplatz!!! Ideal, dort gibt es den ganzen Tag Schatten und es ist auch einigermaßen ruhig. Wir sind sehr zufrieden.

Zu Keith sind es nur ein paar Schritte, bei ihm gibt es gleich mal etwas Erfrischendes zu essen und zu trinken. Gegen 17:00 Uhr gehen wir in die Innenstadt, möglichst immer auf der schattigen Seite der Straßen. Es ist immer noch sehr warm.

Erste Siedlungen in der Gegend um Braunschweig gab es schon sehr früh, angeblich vor 270.000 Jahren. Nach einer mündlichen Überlieferung wurde die Stadt 861 gegründet, erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1031. Die Urkunde von damals ist die Weihurkunde der Magnikirche, die bis heute existiert. Das Magniviertel ist das älteste Viertel von Braunschweig, dort kann man besonders schön bummeln.

Besondere Bedeutung bekam Braunschweig erst durch Heinrich den Löwen (1129-1195), dieser baute sie zu seiner Residenzstadt aus. Im Mittelalter war die Stadt über 300 Jahre Mitglied der Hanse. Die Lage von Braunschweig war günstig, durch den Fluss Oker war die Stadt schiffbar, auch lag sie an mehreren bedeutenden Handelsstraßen. (Zitat: burgdame.de)

Trotz der starken Zerstörungen im II. Weltkrieg trifft man überall auf Zeugen der tausendjährigen Stadtgeschichte: Historische Gebäude, Fachwerkhäuser und einladende Plätze. Besonders sehenswert sind das Magniviertel, der Altstadtmakt, der Burgplatz, das Residenzschloss oder das Rizzi Haus. Auf braunschweig.de gibt es eine Karte mit den Sehenswürdigkeiten.

Zum Abschluss der Stadtführung nehmen wir im “Restaurante Al Duomo” Tipp Platz, mit Blick auf die Burg Dankwarderode.

03. Juni 2019: Am Steinhuder Meer

Der Tag beginnt so wie der vorherige: Brötchen fürs Frühstück gibt es beim Bäcker um die Ecke. Auf dem schattigen Plätzchen können wir bei angenehmen Temperaturen mitten in der Stadt im Iwan frühstücken. Morgen, am 3.Mai, sind wir in Hannover mit Freunden verabredet. Den warmen Tag am Wasser, in der Nähe von Hannover, zu überbrücken ist sicherlich angenehm. Da bietet sich das Steinhuder Meer direkt an.

Auf der Fahrt dorthin ziehen schon schwarze Wolken auf und kurz vor dem Ziel fängt es kräftig an zu regnen. Eine willkommene Abkühlung. In Steinhude gehen wir auf den Stellplatz, da die großen Parkplätze dort zwar leer, aber für Wohnmobile gesperrt sind. Außerdem braucht Iwan eine komplette Ver- und Entsorgung, die es nur hinter der Schranke zum Stellplatz gibt.

Nachdem der Regen aufgehört hat, unternehmen wir einen längeren Spaziergang entlang der Strandpromenade und durch das Dorf. Leider ist an diesem Montag alles geschlossen in Steinhude, die Läden und die Restaurants. Unten am Anleger holen wir uns Fischbrötchen (waren nicht besonders gut). Mit Wein zusammen auf Stühlen vor Iwan ist das unser Abendessen. So weit im Norden werden Fischbrötchen ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung werden. Auf dieser Reise haben wir uns sozusagen im Selbststudium zu Fischbrötchen Experten  ausgebildet.

04. Juni 2019: Hannover

Wieder ein heißer Tag mit über 30 Grad. Die paar Kilometer nach Hannover sind schnell zurückgelegt. Bei den “Herrenhäuser Gärten” stellen wir uns auf einen Parkplatz mit viel Schatten und laufen von dort durch die Parks Richtung Innenstadt. Sobald die Parks zu Ende sind, wird es viel zu heiß zum Laufen. Die Skulpturenmeile bleibt zumindest dieses Jahr unbewundert! Die restliche Strecke in die Stadt legen wir mit der U-Bahn zurück. Nach einem Rundgang durch die Altstadt, zum neuen und alten Rathaus, am Marschalltor und den Nanas vorbei, retten wir uns in die Kühle der Markthalle. Als Einstimmung auf Sylt stärken wir uns dort bei GOSCH mit etwas zum Trinken und natürlich Fischbrötchen. Zurück zu Iwan geht es mit der Straßenbahn.

Zum Treffen mit Sabine und Dirk fahren wir dann nach Bernerode und finden in einer Seitenstraße wieder mal einen großen Baum, der uns abends und morgens Schatten spendet. Beim Italiener in der Nähe sitzen wir zu viert noch lange zusammen und verbringen einen schönen Abend.

Route

 

Reiseberichte über die nächsten Tage

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