Wohnmobiltour durch die Ostalb und das Allgäu

Tourübersicht

Nach den arktischen Temperaturen Ende Februar / Anfang März zieht in Süddeutschland ein Hauch von Frühling ein. Ideal um den Beginn unsere Campersaison mit einer verlängerten Wochenendausfahrt einzuläuten. Von Stuttgart fährt uns Iwan auf die Alb, über Biberach an der Riß nach Ottobeuren, weiter nach Oberammergau und an den Starnberger See. Über Blaubeuren geht es am 4. Tag zurück nach Stuttgart.

8. März 2018: Über Biberach nach Ottobeuren

Bevor es richtig losgehen kann, müssen wir erst nach Ludwigsburg um ein paar Besorgungen zu erledigen. Von dort geht es  ins Remstal nach Waiblingen. Eine kleine Straße entlang des Strümpfelbachs führt Richtung Plochingen auf die Bundesstraße. Dieser Abschnitt ist sehr schön, ganz besonders Strümpfelbach. Bei Kirchheim unter Teck geht es auf die idylische B465, der wir durch bergiges Gelände und recht kurvenreich bis Biberach an der Riß folgen.

Die ehemalige Freie Reichsstadt hat einiges zu bieten: die simultane Stadtpfarrkirche – eine der ältesten ihrer Art, die Weißgerberwalk mit der Hammerwalke von 1699, einen der schönsten Marktplätze Süddeutschlands mit prächtigen Bürger- und Patrizierhäusern drum herum, den Weberberg mit seinen uralten Fachwerkhäusern und ein modernes Mehrsparten-Museum mit prächtigen Künsterlateliers des 19. Jahrhunderts und einer hochwertigen Kunstsammlung. Zitat

Iwan hat einen guten Parkplatz am Bahnhof gefunden.Von dort waren es nur ein paar Schritte bis in die Altstadt. Im Stadtcafe, am Marktplatz, stärken wir uns bei Kuchen und Kaffee für die Stadtbesichtigung. Der Marktplatz Tipp ist ein beliebtes Fotomotiv, besonders die Eselstatue von Peter Lenk. Wie bei allen Werken von Peter Lenk war bei der Enthüllung die Entrüstung in der Bevölkerung groß. Mit der Zeit sind seine Skulpturen immer ein Tourismusmagnet und der geschäftstüchtige Schwabe schließt dann seinen Frieden mit dem “Skandalwerk”. Die Geschichte mit dem Esel bitte hier nachlesen. Ein Teil der Stadt umschließt noch die Stadtmauer, der man hinauf zum “Weißen Turm” und zum “Giglturm” folgen kann.

Von Biberach ins Allgäu ist es nicht weit. Für uns Flachländer ist es immer ein toller Anblick, erscheinen die ersten schneebedeckten Berge am Horizont. Entsprechend oft mussten wir anhalten, aus dem Womo springen und Fotos machen. Das erste Etappenziel Ottobeuren erreichten wir bei einbrechender Dunkelheit. Vor der Benediktinerabtei gibt es einen großen Parkplatz, auf dem wir die Nacht verbrachten. Von dort ist es nur Katzensprung bis zum Markplatz und dem sehr empfehlenswerten Gasthof Mohren Tipp.

9. März: Oberammergau

Bis zur Weiterfahrt nach Oberammergau haben wir noch genügend Zeit um das “Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunert” zu besuchen. Helmut Kand und Diether Kunert haben eine gemeinsame Ausstellung über ihrer balinesisch inspirierten Kunstwerke gestaltet. Für die kleine Gemeinde Ottobeuren ist das Museum beeindruckend groß und in einem sehr modernen Bau untergebracht.

Mit jedem Kilometer, der uns Oberammergau näher brachte, wurde die Aussicht auf die Bergkulisse imposanter. Kaufbeuren nutzen wir für einen Zwischenstopp und kaufen im “Kaufbeurer Biersalon” als Geschenk noch eine “Männerhandtasche” mit 6 Flaschen Bierspezialitäten. Das Sortiment im Biersalon Tipp ist beeindruckend, eine Empfehlung bei einem Besuch in Kaufbeuren dort vorbeizuschauen.

Am Abend konnte wir Iwan vor dem Haus von Ernstl in Oberammergau abstellen. Es erwartete uns schon eine Fischsuppe, einiges an Bier, Wein und ein sehr geselliger Abend.

10. März:  Starnberger See

Die Fahrt von Oberammergau nach Seeshaupt, am Starnberger See, dauert knapp eine Stunde. Wir können gemütlich in den Tag starten und es bleibt noch genügend Zeit, am Stellplatz in Weilheim die Versorgungsstation anzufahren. In Seeshaupt erwartet uns bei Freunden ein hervorragendes Mittagessen. Zu acht sitzen wir bis abends gemütlich zusammen und lassen uns verwöhnen. Es ist schon dunkel als sich die gesellige Runde auflöst. Zum Glück haben wir schon auf der Hinfahrt unseren Übernachtungsplatz am Buchheim Museum ausgekundschaftet und können gleich dort hin fahren.

11.März Buchheim Museum und Ehingen

Das Buchheim Museum ist aufgrund seiner Lage, direkt am Starnberger See, und Architektur schon einen Besuch wert Tipp. Die wechselnde Hauptausstellung zeigt Werke der Brücke-Maler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmitt-Rottluff und anderer Expressionisten. Neben Bildern gibt es einen großen Bereich für Kinder, viele Kuriositäten und Einblicke in das bescheidene Leben oder die Sammelleidenschaft des Lothar-Günther Buchheims.

Nächster Übernachtungsplatz ist auf dem kostenlosen Stellplatz in Ehingen. Eine große asphaltierte Fläche, aber mit schöner Aussicht, falls man einen Platz am Rand erwischt. Wir gehen nur noch die 10 Minuten hinunter in die Stadt um ein schönes Gasthaus zu finden. Die Fußgängerzone ist verlassen und keine Einkehrmöglichkeit ist zu finden. Zum Glück stoßen wir auf den “Gasthof zum Ochsen”, ein richtiger Glücksgriff: sehr gutes Essen, vernünftge Preise und sehr gutes Bier Tipp. Zufrieden gehen wir zurück zum Stellplatz und legen uns ins Bett.

12. März: Blautopf

Nach dem ersten Kaffee geht es gleich los, der erste Halt ist beim Bäcker um Brötchen zu holen. Als Frühstücksplatz mit schöner Aussicht suchen wir uns Blaubeuren aus und finden dort auch einen Parkplatz direkt an der Blau.

Obwohl es regnet und kalt ist, machen wir eine kleine Runde durch Blaubeuren und zum Blautopf. Sind dann aber auch wieder froh ins warme Auto zu steigen und weiterzufahren.

 

 

 

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