StreetArt in Frankfurt

Für die Planung von StreetArt Touren in Frankfurt eignet sich am besten die Seite muralsartfrankfurt.de von Robert Zambotti. Er hat eine Karte erstellt mit der Position aller Murals, Bildern, Informationen zu Kunstwerk und Künstler. Die Informationen sind aktuell. Jedes nicht mehr sichtbare Mural ist entsprechend markiert. Also los und viel Spaß bei den StreetArt Touren in Frankfurt, es lohnt sich. Nach den Touren oder auch zwischendurch lässt es sich in Sachsenhausen, am Main beim Hafenpark oder auch auf der Sachsenhäuser Seite gut entspannen.

Hanauer Landstraße

Gleich beim Start zum StreetArt Spaziergang entlang der Hanauer Landstraße stand der “Feind” aller Gaffity Künstler am Straßenrand. Für den Sprühverderber gibt es in dieser Gegend reichlich zu tun😉

Guter Startpunkt ist die U-Bahn Station Ostbahnhof. Direkt am Ausgang zur Honsellstraße ist das erste Mural: St. Patrick an der Giebelwand des Frankfurt Pubs. Ein paar Meter weiter, auf dem Gelände der ehemaligen Mercedes Benz Niederlassung, entstanden 2018 beim Blend Festival des Günes Theaters in mehreren Hallen und im Aussengelände sehr schöne StreetArt Kunstwerke. Leider droht bis Ende März 2019 der Abbruch aller Gebäude.

U-Bahnhof Zoo

Die Arche Noah entlässt an der U-Bahn Station viele, bunte Tiere in Richtung Zoo. Es lohnt sich alle Etagen und Bahnsteige der großzügigene U-Bahn Haltestelle anzusehen. Es gibt viel zu entdecken.

U-Bahnhof Ostend

Während der Renovierung im Sommer 2016 wurden die Wände der über 300 m langen U-Bahn Station neu gestaltet. Die Graffitikünstler Andreas von Chrzanowski alias „Case“ und der aus Amsterdam stammende „Does“ besprühten eine Fläche von 6600 qm mit laufenden Händen. Sie symbolieren Kraft durch Bewegung und sind an die jeweilige Fahrtrichtung der S-Bahn angepasst.

Innenstadt

In Frankfurt gehört eine Stippvisite auf dem Römer zum Standardprogramm. Vom Römer sind es nur ein paar Schritte zur “Kleinen Markthalle“. Einerseits macht es Spaß in der Markthalle die Stände mit Spezialitäten anzuschauen. Anderseits ist der Hinterhof der Markthalle mit schönen Frankfurter Motiven bemalt

Bockenheim

Direkt neben der U-Bahn Bockenheimer Warte liegt die ehemalige Mensa der UNI. Das gesamte Gebäude diente lange als Unterkunft für Geflüchtete. Die beiden Künstler Justus Becker und Oğuz Şen haben den ehemaligen Zweck des Gebäudes und die Nähe zur Uni künstlerisch verarbeitet. Um das Gebäude führt eine rote Geschenkschleife. Ebenfalls abgebildet wurden eine Weltkarte sowie die Antlitze von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, die mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die USA emigrierten und später wieder zurückkehrten.

Von dort lohnt sich der kurze Spaziergang  die Adalbertstrasse hinunter. An der Ecke zur Schloßstrasse hat “Rookie The Weird” die Neugier in Frauengestalt am Studentenwohnheim verewigt. Von dort geht es weiter in die Juliusstrasse zur Sophienschule – die komplette Fasade der Turnhalle haben verschiedene Künstler in einem Gemeinschaftsprojekt gestaltet.

Bornheim

In der Nähe der U-Bahn Station Bornheim Mitte liegt die Ringelstraße. Dort hat “Bomber” an der Ecke zur Orthstrasse eine moderne Interpretation von “Struwwelpeter” umgesetzt. Am gegenüberliegenden Haus in der Orthstrasse wohnt wohl ein Hundeliebhaber. Zumindest hat Bomebr 2016 die Hauswand mit Hundemotiven verschönert.

Zurück an der Saalburgerstrasse kommt man auf dem Weg Richtung Burgstrasse an “Fraa Rauscher und dem Blauen Bock” vorbei. Und das Rote Kreuz zeigt einen in Frankfurt allgegenwärtigen “Cityghost” des Künstlers Spot.

Gallusviertel

Sehenswert ist die Gestaltung der Mauer an der U-Bahnstrecke entlang der Emser Brücke und der Günderrodestraße. Auf fast einem Kilometer Länge ist ein Querschnitt durch ganz Deutschland  gesprüht. Von der Nord- und Ostseeküste bis in den Süden zu Schloss Neuschwanstein. Leider sind viele Teile ziemlich unprofessionell übersprüht. Trotz Schmierereien aber immer noch sehenswert.

Noch paar weitere Graffitis findet man beim “Günes Theater” in der Rebstöcker Straße.

Nordend

Die StreetArt Tour durch das Nordend startet am U-Bahnhof Zoo. Von dort geht es zur ersten Station an der Ecke Sandweg/Baumweg. Dort hat Cor das Thema Gedankenfreiheit und Beschneidung der Handlungsfreiheit bildlich dargestellt: ein Gesicht mit Geldscheinen, die aus dem Kopf herausfliegen und angeketteten Händen über einem Buch.

Dem Baumweg folgen wir in Richtung Bethmannpark. Gegenüber des Parks sind wieder “Cityghosts” an einem Haus zu sehen. Geht man die Bergerstraße weiter bis zur Ecke Hegelstraße entdeckt man am Eckhaus einen riesigen Reißverschluss, an dessen oberen Ende eine Frau mit einem Bembel aus dem Fenster schaut. Weiter die Bergerstraße hinunter liegt linker Hand das Jugendhaus am Heideplatz. Die knallbunte Fasade fällt sofort auf. Im Hinterhof, zwischen Jugendhaus und Spielplatz, gibt es noch mehr Motive zu sehen.

Am besten steigt man jetzt in die U-Bahn an der Höhenstraße und fährt bis zur “Deutschen Nationalbibliothek”. Neben dem ReWe ist der Kinderladen “Rote Eule” mit einem sehenswerten Eingang, den Eulen (klar), Comicfiguren, ein paar Ghosts und anderen coolen

Gestalten verziert.

Weiter geht es mit der U-Bahn bis zur Haltestelle Musterschule und von dort zu Fuß zur Friedberger Landstraße. Direkt nebeneinander liegen dort die Murals “Bulle vs. Bär” von Guido Zimmermann, das natürlich sehr gut zum Börsenstandort Frankfurt passt. Unmittelbar daneben beäugt die Pasanten ganz kritisch Carl Friedrich Gauß.

Sachsenhausen

Von der Innenstadt führt der “Eiserner Steg” über den Main nach Sachsenhausen. Am Ende des Stegs führt die Schifferstraße nach Sachenhausen hinein. Es lohnt sich in das Abtsgässchen zu gehen. Dort ist ein farbenfrohes Graffiti-Wandbild mit Frankfurter Sehenswürdigkeiten und Sachsenhäuser Motiven. Danaben am Eck ist “Ebbelwoi Unser” mit einer interessanten Gestaltung der Kneipenfenster.

Die letzte Station auf unserer StreetArt Tour durch Frankfurt ist in der Diesterwegstraße / Ecke Schwanthalerstraße. Ein absolutes MUSS! Wieder ein Frauengesicht von Cor mit dem Titel “Let your Life grow”, fotorealistisch und schön bunt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Replies to “StreetArt in Frankfurt”

  1. Sebastian Schmitz

    Klasse!
    Gute Fotos!
    Ihr seid herzlich eingeladen bei nächster Gelegenheit die 30 Minuten aus Frankfurt Richtung Norden zu fahren und uns um Taunus zu besuchen!
    Liebe Grüße
    Sebastian

    Reply

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