Der zweite Teil unserer 8-wöchigen Wohnmobiltour geht durch Belgien und Frankreich nach Boulogne-Sur-Mer an die Nordseeküste. Unterwegs liegen mit Maastricht und Lüttich sehenswerte Städte. Oder mit Mons und Lille zusätzlich Ziele für Liebhaber der Kunst im öffentlichen Raum. Wer dem Trubel in großen Städten lieber aus dem Weg geht, findet in Godinne an der Maas, Saint Omer oder Wimereux genau das Richtige. In Boulogne-Sur -Mer kommen wir am eigentlichen Anlass für diese Reise an: Boulogne ist für StreetArt-Interessierte ein absolutes Muss!! So viele hochwertige Kunstwerke, die auf kurzen Wegen zu erreichen sind, gibt es ganz selten.
15. September 2025: Maastricht
Nur etwas über 30 Kilometer ist es von Aachen nach Maastricht zum Wohnmobilstellplatz Maastricht Marina Tipp. Auf dem gepflegten Platz steht man sehr ruhig und ganz nah am Wasser. Die Innenstadt in 5km Entfernung ist mit dem Rad und mit dem Bus schnell zu erreichen.
Bus, Bahn und Zug in Niederlande kann man mit OVPay bezahlen. Beim Einsteigen am Bahnsteig mit Kreditkarte, Smartphone oder Uhr einchecken. Ganz wichtig: beim Aussteigen das Auschecken nicht vergessen! Im Prinzip einfach. Nur das mit dem Ein-/Auschecken klappt nicht immer zuverlässig. Für Leute über 65 Jahre gibt es Ermäßigung, vorausgesetzt man registriert sich bei OVPay mit seiner Kreditkarte.
Nicht ganz 1km vom Stellplatz entfernt startet der Bus nach Maastricht an den Bahnhof. Die Bahnhofstrasse geht vom Bahnhof schnurstracks an die Maas. Noch über die Sint Servaasbrug und man kommt in die Innenstadt.
Im Dinghuis ist das Touristenbüro und ein schöner Andenkenshop untergebracht. Durch den Hintereingang gelangt man in einen bemalten Hinterhof, der auf jeden Fall einen Blick wert ist. Auf dem kürzesten Weg geht es weiter zur Dominicanenkerk. Die ehemaligen Kirche ist heute eine Buchhandlung der besonderen Art. Durch kleine Straßen gelangen wir auf den Markt, in dessen Mitte das Stadhuis steht. Ein weiterer wichtiger Platz ist der Vrijthof. An der Stirnseite ist die Basiliek van Sint Servaas, die rote Sint-Janskerk und die Hoofdwacht. Auf der gegenüber liegenden Platzseite reihen sich, wie auf eeiner Perlenschnur, die Restaurants, Cafés und Bars aneinander. Eine der vielen Bänke am Platz nutzen wir für eine kurze Rast in der Sonne. Dochschon bald versteckt sie sich hinter den aufziehenden Regenwolken. Die Basiliek van Onze Lieve Vrouwe bietet einen kurzen Schutz vor den einbrechenden Regenschauern. Noch im Regen gehen wir von der Basilika an die Maas. Durch den Stadspark, über die Hoge Bruck bis zum Bonnefantenmuseum, das durch seine raketenähnliche Metallkuppel auffällt. Von dort bringt uns der Bus wieder zurück zur Marina.
16. September 2025: Lüttich
Wieder geht es mit dem Bus an den Bahnhof in Maastricht und weiter mit dem Dreiländerzug nach Lüttich. Leider gilt der OVPay Check-In in diesem Zug nicht. Wir müssen im Zug ein Ticket für Belgien nachlösen, mit einem saftigen Aufpreis.
Schon bei der Ankunft im Bahnhof Liège-Guillemins Tipp steht man in einer der Hauptsehenswürdigkeiten von Lüttich! Ein Meisterwerk moderner Architektur, vom berühmten spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen. Blickt man aus der offenen Bahnhofshalle in Richtung Maas, fällt das außergewöhnliche Hochhaus des Brüsseler “Bureau de l’inspection sociale” auf. Zwischen Maas und Bahnhof entsteht ein neues Viertel mit moderner, interessanter Architektur.
Wir wollen in Lüttich auf einem gemischten Stadtrundgang StreetArt und die historischen Sehenswürdigkeiten erkunden. Gleich in der Nähe des Bahnhofs, in der Sichtweite des neuen Viertels, ist ein Hinterhof, in dem sich noch die alternative Szene austoben kann. Das ist unser erster Anlaufpunkt, um nach StreetArt zu schauen. Danach überqueren wir auf der Fußgängerbrücke “La Belle Liégeoise” die Maas und landen im “Boverie Park”. Ein Fußweg entlang der Maas geht in Richtung Innenstadt. Vor dem Aquarium über eine weitere Brücke und man ist mitten in Lüttich. Es dauert nicht lange und wir stehen vor dem ersten Waffelstand. Auf die vielen bunten, süßen Toppings verzichtend, fangen wir ganz vorsichtig mit einer traditionellen Waffel an. Schmeckt! Jetzt können wir mit unserem Stadtrundgang beginnen.
Wir gehen zunächst in die “Cathédrale Saint-Paul de Liège” Tipp. Faszinierend ist das Lichterspiel der bunten Kirchenfenstern auf dem Boden und an den Säulen. Leider ist das Innere der Kirche schon baufällig. Ein Netz unter dem Gewölbe schützt die Besucher vor herabfallendem Putz. Auch die Innenstadt Lüttichs ist ernüchternd. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, viele Häuser sind “A Louer”. Ein etwas trauriger Anblick. Wir streifen noch etwas weiter durch die Stadt, kommen zum Provinzpalast.
Es ist zwar erst kurz nach 3 Uhr am Nachmittag, aber unser Hunger schon sehr ausgeprägt. Am Place du Marché fällt die Entscheidung, dass es an der Zeit ist, die “Boulets à la Liégoise” zu probieren. Unter den vielen Restaurants am Platz suchen wir das “La Bodega” aus. Die Buletten mit der Soße aus Bier, Sirup und Rosinen, dazu Frites und Mayonnaise haben uns sehr gut geschmeckt. Also unbedingt mal probieren!
So gestärkt können wir die “Montagne de Bueren” Tipp in Angriff nehmen. Die Treppe ist der direkte Zugang von der Innenstadt hinauf zur Zitadelle. Dazu sind nur 374 Stufen zu bewältigen! Beeindruckend und gleichzeitig abschreckend, wenn man unten stehend die nicht enden wollende Treppe hinauf blickt. Oben wird man dann aber mit einer grandiosen Aussicht über Lüttich belohnt.
Nach einer Verschnaufpause geht es die Treppe wieder hinunter Richtung Bahnhof und mit dem Zug zurück nach Maastricht.
StreetArt in Lüttich
Über 100 StreetArt Werke verteilen sich über das Stadtgebiert. Viele sind aber zentral zwischen dem Boulevard de la Sauvenière und der Maas gelegen. Ein paar weitere befinden sich noch auf der anderen Flussseite. Hier nur eine kleine Auswahl, die wir auf unserer Tour gefunden haben.
17. September 2025: Godinne an der Maas
Nach so viel Stadtluft in den letzten Tagen tut etwas Erholung in einer ländlichen Gegend wohl. Den weiteren Weg nach Westen an die französische Grenze unterbrechen wir deshalb in Godinne auf dem Campingplatz “Les Arpents Verts” Tipp. Direkt an der Maas gelegen besticht der Platz durch Ruhe, große Parzellen und sehr nette Betreiber.
Nach der Ankunft machen wir uns gleich auf den Weg zu den “Jardins d’Annevoie”: ein weitläufiger Wasserpark aus dem 18. Jahrhundert mit Fontänen, Kaskaden, Seen, Bächen und in der Mitte ein kleines Wasserschloss. Die verspielte Gartenanlage wird ergänzt durch einen großen Obst- und Kräutergarten, in dem es viel zu entdecken gibt. Der Eintritt ist mit 12€ nicht ganz billig, lohnt sich aber für alle, die an solchen Parkanlagen ihre Freude haben. Direkt am Eingang gibt es auch einen großen Parkplatz.
Nach dem Parkbesuch laufen wir an der Parkrückseite über Feld- und Waldwege nach Hun an die Maas. Dort setzen wir uns auf eine Bank in die Sonne und bestaunen die steile Felswand am anderen Flussufer. Die Sonne verschwindet nach einiger Zeit hinter den Felsen. Es wird frisch und wir machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz.
18. September 2025: Mons
Auf der Fahrt von Godinne nach Mons kommen wir unterwegs an einigen Wandgemälden vorbei – was jedes Mal einen Fotografierstop bedeutet! In Mons sind die Anweisungen des Navigationsgerätes mit der etwas undurchsichtigen Verkehrsführung schwer in Übereinstimmun zu bringen. So braucht es ein paar Schleifen bis wir in der “Chem. des Etangs” einen Parkplatz finden. Die Anfahrt dorthin war zimlich kniffelig. Durch enge Gassen, deren Ränder auf beiden Seiten zugeparkt waren und dann noch mit Gegenverkehr! Wir finden schließlich ein letztes Plätzchen auf einem Grünstreifen neben der Gasse. Auf einem Plakat finden wir die Erklärung für die vielen Autos: vom 18. – 21. September findet das ” Les fêtes de Wallonie” statt. Also heute geht es los!
Zum Bahnhof ist es nicht weit. Mit der auffallenden Architektur sieht er wie ein auf der Erde gestrandetes UFO aus. Schon auf dem Weg dorthin kommen wir an einigen Murals vorbei. Überhaupt ist Mons ein lohnendes Ziel für Streetart-Interessierte. Überall in der Innenstadt verstreut sind die Kunstwerke zu entdecken.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte zu einem kleinen Park, in dem die Skulptur “Lucie et les Papillons” steht. Dahinter Steht die Stiftskirche St. Waltraud und der Belfried von Mons.
Als Belfried wird ein hoher, schlanker Glockenturm bezeichnet, der besonders für flämische Städte typisch ist.
Die meisten Belfriede wurden zur Zeit der Gotik gebaut und gehören zu den bedeutendsten Profanbauten des Mittelalters. Ihnen gingen häufig hölzerne Türme voraus, von denen keiner erhalten ist. Sie wurden von den weltlichen Stadtbehörden oder den Zünften bzw. Gilden als Symbol der bürgerlichen Macht errichtet, auch gegenüber jener der Kirche. In der Regel ist der Belfried mit dem Rathaus verbunden oder befindet sich freistehend daneben.
Die Belfriede von Belgien und Frankreich sind eine Gruppe von 56 historischen Gebäuden, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. (Wikipedia)
Wir gehen weiter auf unserem Rundgang durch die die Innenstadt, auf der Suche nach Straßenkunst. Zu entdecken gibt es viele kleine Geschäfte, die älteren mit tollen Schaufensterfronten aus verziertem Holz. Aufgrund des anstehenden Festes hängen über vielen Straßen Blumen und Schmetterlinge. Irgendwann kommt man bei einem Stadtbummel auf dem zentralen Platz mit dem prachtvollen, im gotischen Stil gebauten Rathaus. Hier sitzen die Leute in den Bars und Cafés und genießen den Blick auf das emsige Treiben. Wir suchen uns auch ein Café, das Waffeln anbietet, bevor wir den Erkundungsgang fortsetzen.
Nach ein paar Stunden fahren wir weiter bis kurz vor die französische Grenze, nach Tournai. Der Stellplatz dort liegt sehr zentrumsnah. Ideal für einen kleinen Abendspaziergang in die Innenstadt.
StreetArt in Mons
Mons ist wie eine Freiluftgalerie für urbane Werke von internationalen Künstlern. In den Einkaufsstraßen der Innenstadt sind überall interessante Wandgemälde und Installationen zu entdecken. In der Fotogalerie ist nur eine kleine Auswahl der heute gefundenen Objekte:
StreetArt Rundgang
In der Tourismusinformation oder auch zum Download im Internet gibt es ein Faltblatt über die Straßenkunst in Mons. Enthalten ist auch ein Stadtplan mit einem Rundgang:

19. September 2025: Tournai und Lille
Der Stellplatz in Tournai liegt an einer viel befahrenen Straße. Die Nacht war deshalb ziemlich unruhig, entsprechend schlecht ausgeschlafen kriechen wir am Morgen unter den Decken hervor. Aber Tournai ist ein schönes Städtchen und liegt günstig an der Bahnlinien nach Lille, unser heutiges Ziel.
Der Weg vom Stellplatz zum Bahnhof in Tournai führt über den zentralen Platz. Von dort sieht man schon die Kathedrale und den Belfried. So früh am Morgen sind in der Stadt noch nicht viele Menschen unterwegs. Das wird sich aber bei unserer Rückkehr am Abend noch ändern.
Lille, die Hauptstadt Flanderns und Kulturhauptstadt 2004, begrüßt den ankommenden Bahnreisenden gleich mit einer großen, gelben Frauenskulptur auf dem Bahnhofsvorplatz. Die “Bahnhofstrasse” in die Altstadt säumen hohe, goldfarbene Säulen. Auch eine Kunstinstallation. Sofort wird klar: Kunst spielt in Lille eine große Rolle. Ein paar Schritte weiter und man steht auf dem “Grand Place“. Rund um den Platz sind Gebäude aus dem 17.-19. Jahrhundert. Auch das schönste Gebäude, die “Alte Börse“, befindet sich dort. Der Innenhof der alten Börse gleicht einem Antiquariat. Viele Händler haben dort Tische aufgebaut und verkaufen gebrauchte Bücher.
Beim Schlendern durch Lille, besonders in der “Rue de la Monnaie“, fallen die Läden aus der Zeit der Belle Époque auf: mit kunstvollen Holzfassaden, teilweise auch noch mit der historischen Inneneinrichtung. Die “Rue del la Monnaie” endet hinter der modernen “Cathédrale Notre-Dame-de-la-Treille“. Auf dem Platz vor der Kathedrale haben die Restaurants ihre Tische aufgebaut. Wer dort keinen Platz findet, genießt die Sonne auf den Stufen zur Kirche, mit einem Snack oder Apéro in der Hand. Wir haben auch Hunger, sehnen uns aber nach einer bequemen Sitzgelegenheit.
In einer Seitengasse geht ein dunkler Durchgang zur Creperie “La Saint-Georges” Tipp. Ein Glücksgriff! Dort gibt es eine große Auswahl an vorzüglichen Cidrés und natürlich Crepes oder Galettes. Nach dem Essen geht es weiter zur “Zitadelle”. Leider ist das Innere nicht zugänglich, militärischer Sperrbezirk. Ein Stück gehen wir im Park entlang des Kanals weiter, biegen dann aber ab, in Richtung “Porte de Paris“: ein noch stehendes Stadttor aus dem 17. Jahrhundert. Gegenüber steht der zweite Belfried von Lille, der “Beffroi de l’Hôtel de Ville de Lille”.
Von dort geht es zurück zum Bahnhof und mit dem Zug nach Tournai. Die Abendsonne steht schon tief. Auf dem Marktplatz in Tournai sind alle Tische in den Restaurants besetzt und die Kinder freuen sich an den Wasserspielen auf dem Platz. Eine schöne Atmosphäre.
20. September 2025: Saint Omer
Nach einer weiteren unruhigen Nacht in Tournai sehnen wir uns nach einem leiseren Plätzchen für das nächste Etappenende. Wir steuern “Saint Omer” in Frankreich an. Das Städtchen liegt im größten Marschland Frankreichs. Mit 3000 Hektar, durchzogen von Wasserkanälen mit einer Länge von 800 km, ist die Marsch wirklich riesig. Auf den Inseln in dem Feuchtgebiet wird seit vielen Jahrhunderten Gemüse angebaut. Besonders bekannt ist der Blumenkohl aus Saint Omer. Und was den Wohnmobilisten am meisten freut, am “Museum Maison du Marais” gibt es einen kostenlosen Stellplatz Tipp ohne Service Einrichtungen.
Im Museum kann man eine Kahnfahrt durch die Kanäle buchen oder startet eine kleine Wanderung an ihnen entlang. Nicht weit vom Stellplatz ist eine Windmühle, ein liebevoll gepflegter Schaugarten mit den hier angebauten Gemüsesorten und in das schöne Städtchen ist es auch nur einen Sprung. Mittendrin ist der große Platz vor dem Theater, umgeben von vielen Restaurants. Leider wird hier ausgiebig geparkt! Das Theater nennen die Einheimischen auch Kaffeemühle, wegen der kubischen Architektur und der kleinen Kuppel auf dem Dach. Sehenswert ist auch die Kathedrale Notre Dame, ein Blick in das Innere ist sehr zu empfehlen. Ein weiteres Highlight für uns war die Ruine der Abtei Saint-Bertin. Sie soll im 7. Jahrhundert eines der schönsten gotischen Bauwerke in Nordfrankreich gewesen sein. Die Ruinen sind heute noch beeindruckend und bei hereinbrechender Nacht richtig gespenstisch.
21. September 2025: Wimereux
Heute erreichen wir das eigentliche Ziel unserer Reise, Boulogne-Sur-Mer. “Warum Boulogne-Sur-Mer? Was ist dort so interessant?”, wird sich jetzt der ein oder andere fragen. Aufmerksame und regelmäßige Leser wissen, dass wir uns mit Leidenschaft auf die Suche nach schönen Murals und Kunstwerken im öffentlichen Raum begeben. Und Boulogne-Sur-Mer ist diesbezüglich einmalig. So viele, hochwertige StreetArt Kunstwerke auf so kleinem Raum ist fast unschlagbar! Seit 10 Jahren findet Jahr für Jahr das StreetArt Festival „Parcours d’Art urbain“ statt. Mittlerweile sind an die 100 Kunstwerke entstanden.
Auf dem “Camping Municipal L’Olympic” in Wimereux Tipp schlagen wir für die nächsten Tage unser Base Camp auf. Der Campingplatz liegt ruhig, hat große Stellplätze und ist verkehrsgünstig. Nicht weit vom Campingplatz hält der Bus nach Boulogne. Wir gehen aber zu Fuß in die Stadt. Oben am Rand der Steilküste gibt es einen Weg. Man kommt an Befestigungsanlagen aus dem 2. Weltkrieg vorbei. Ein toller Blick auf Boulogne, Wimereux und bei gutem Wetter auf die Felsen von Dover ist garantiert. Der Weg endet am Strand von Boulogne.
Über den Sandstrand geht es zum Aquarium. Durch die Scheibe sehen wir noch bei der Fütterung der Seehunde zu, bevor wir auf die Mole hinausgehen. Dann hinauf zu der kleinen, von einer imposanten Stadtmauer umgebenen, Altstadt. Der zentrale Platz ist der “Jardin éphémère“, wo jedes Jahr eine Kunstinstallation zu einem bestimmten Thema stattfindet. In 2025 war das Thema Holz und Kunst. Das ist jedes Jahr ein Erlebnis Tipp.
Vor der Stadtmauer liegt der Park “Auguste Mariette” mit Palmen, Pyramiden, eine Sphinx und dem Sonnenboot eines Pharaos. Der kuriose Garten ist eine Hommage an den berühmten Ägyptologe Auguste Mariette Pascha, der in Boulogne-sur-Mer geboren wurde.
Nach Besichtigung der Altstadt setzen wir unsere StreetArt Runde fort. Ich kann nur empfehlen auf der Seite: https://streetart.boulogne-sur-mer.fr/ das Büchlein mit allen Kunstwerken herunterzuladen oder in der Touristeninformation, bzw. im Rathaus ein gedrucktes Exemplar zu holen und selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Hier eine kleine Auswahl von unserer ersten Tour:
Nach dem Rundgang fahren wir mit dem Bus zurück nach Wimereux. Busfahren am Wochenende ist in Boulogne sogar kostenlos!
StreetArt Tour
22. September 2025: Boulogne-Sur-Mer
Heute erforschen wir die Gegenden etwas abseits des Zentrums. Der Bus bringt uns an den Anfang der Promenade. Wir gehen zunächst Richtung Friedhof und nähern und dann wieder der Altstadt. Streifen dort durch die Gassen, besichtigen die Kathedrale und umrunden alles auf der sehr breiten, mit Bäumen bestandenen Stadtmauer. Der Hunger stellt sich danach ein. Aber die Restaurants und Cafés hier oben haben um die Mittagszeit geschlossen. Uns bleibt nur etwas in der Kategorie “Schräg-Gastronomie”: das “Café Tabac de la Mairie”. Es gibt zumindest warmen Toast und Kaffee.
Von der Altstadt geht es zunächst Richtung Bahnhof und in die Viertel jenseits der Gleise. Den Abschluss unseres StreetArt Rundgangs ist ein Neubaugebiet am Pl. Rouget de Lisle. Hier wurden alle neuen Gebäude beim StreetArt Festival 2025 mit sehenswerten Murals verschönert. Also alle ganz frisch gamalt, als wir im September kamen.
